Die als Pro­jek­t­träger dem Bun­desmin­is­teri­um für Ernährung, Land­wirtschaft und Ver­brauch­er­schutz zuge­ord­nete Facha­gen­tur Nachwach­sende Rohstoffe e.V. lis­tet auf Ihrer Seite Vorteile der Nutzung von Bio­gastech­nolo­gie auf, die wir hier zur Diskus­sion stellen wollen:

  • Regen­er­a­tive Energiequelle aus nachwach­senden, örtlich ver­füg­baren Rohstof­fen reduziert die Ver­wen­dung fos­siler Energi­eträger (THG-Einsparung)
  • Bio­gas­nutzung ist nahezu CO2-neu­tral, da nur so viel CO2 freige­set­zt wird, wie zuvor die Bio­masse beim Wach­s­tum der Atmo­sphäre ent­nom­men hat (Aufwen­dun­gen beim Bio­massean­bau, Logis­tik etc. sind natür­lich zu berück­sichti­gen)
  • Anders als andere erneuer­bare Energien, wie z.B. aus Wind und Sonne, ist Bio­gas spe­icherbar
  • Nutzbar zur Pro­duk­tion von Strom, Wärme und Kraft­stoff
  • Ver­wen­dung bish­er ungenutzter Pflanzen und Pflanzen­teile (Zwis­chen­früchte, Pflanzen­reste)
  • Emis­sion­sre­duzierung (Methan- und Geruch­se­mis­sio­nen) durch ener­getis­che Nutzung der kli­maschädlichen Roh-Gülle aus der Tier­hal­tung
  • Hohe Energieaus­beute pro Anbau­fläche im Ver­gle­ich zu anderen Bioen­ergi­eträger
  • Dezen­trale Stromerzeu­gung kann Trans­port­streck­en (z.B. der Wärme) zum End­ver­brauch­er ver­ringern
  • Verbesserte Düngerqual­ität des Gär­rests im Ver­gle­ich zur Roh-Gülle (ver­ringerte Geruchsin­ten­sität und Ätzwirkung, bessere Pflanzen­ver­füg­barkeit der Nährstoffe)
  • Auf­bere­it­etes Bio­gas (Bio­methan) kann in das Erdgas­netz einge­speist und als Erdgaser­satz ver­wen­det wer­den
  • Wertschöp­fungser­höhung / Einkom­men­salter­na­tive für den land­wirtschaftlichen Raum
  • Einsparung von Kun­st­dünger durch acker­bauliche Gär­rest­nutzung
  • Nutzung von Bioan­fällen, Rest­stof­fen und Neben­pro­duk­te möglich

Darüber hin­aus pub­liziert die Facha­gen­tur eine Rei­he aus­sagekräftiger Grafiken, von denen wir hier einige vorstellen wollen.

Für 2011 ist mit einem noch größeren Anstieg zu rech­nen. Die näch­ste Grafik verdeut­licht, welchen Anteil diese Anla­gen an der Strompro­duk­tion haben:

Wind dominiert, aber Strom aus Bio­masse ist mit­tler­weile die Num­mer zwei, Ten­denz aufwärts. Es wird oft kri­tisiert, wie stark diese Zahlen durch die Förderung seit­ens des EEG in die Höhe getrieben wur­den und wer­den, und zwar beson­ders mit dem Hin­weis auf den Beitrag des EEG zum Strompreis. Dieser ist aber im Ver­hält­nis zu den übri­gen Preis­be­standteilen nicht sehr groß:

Vor allem darf nicht vergessen wer­den, welch­er pos­i­tive Effekt in der CO2-Bilanz dem gegenüber­ste­ht — dazu ist das EEG ja schließlich da:

Dem­nach ist über die Hälfte der ins­ge­samt durch Erneuer­bare Energien bewirk­ten CO2-Einsparung auf Bio­masse zurück­zuführen.

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  • Mahlzeit, ich bin mal so frei und schreibe was auf der Seite. Sieht schick aus! Ich nutze auch Word­Press seit kurzem kapiere aber noch nicht alles. Dein Blog ist mir da immer eine tolle Moti­va­tion. Weit­er­ma­chen!

  • Rain­er

    Das EEG hat natür­lich die Zahlen der Bio­gasan­la­gen stark bee­in­flusst. Jedoch ist die
    Bio­gastech­nik ein­fach in Sachen Spe­icherung und Trans­port den anderen Erneuer­baren Energien weit voraus. Somit wird Bio­gas noch in Zukun­ft eine wichtige Rolle spie­len, wenn nicht sog­ar zum Haupten­ergi­eträger der Zukun­ft.

    Gruß Rain­er