Gelan­gen durch den zunehmenden Energiepflanzenan­bau auch mehr Pes­tizide und Nitrate ins Grund­wass­er? Der Ver­band der Deutschen Wasser­wirtschaft ist sich zumin­d­est sich­er, dass dies der Fall ist.

Die Behaup­tun­gen der Deutschen Wasser­wirtschaft zu den ange­blichen Auswirkun­gen des Energiepflanzen­baus auf die Grund­wasserqual­ität sind in weit­en Teilen schlichtweg falsch und gehen an der land­wirtschaftlichen Real­ität vor­bei”, hält der Geschäfts­führer des Bio­gas­rat e.V. Rein­hard Schultz dage­gen.

Der Energiepflanzen­bau für Bio­gasan­la­gen führt zu ein­er deut­lichen Reduk­tion des Ein­satzes von Min­er­aldüngern. Die Min­er­al­stoffe der Energiepflanzen bleiben vom Fer­men­ta­tion­sprozess unberührt und kön­nen als organ­is­ch­er Dünger einge­set­zt wer­den und durch die Rück­nahme von Gär­restresten wird es sog­ar Acker­baube­trieben ermöglicht im Kreis­lauf zu wirtschaften und den Zukauf von min­er­alis­chen Düngemit­teln zu reduzieren”, erläutert Schultz. Auch werde der Ein­satz von Pflanzen­schutzmit­teln beim Energiepflanzen­bau für Bio­gasan­la­gen deut­lich ver­min­dert.

Anbauziel sei eine hohe Bio­masse­pro­duk­tion je Fläch­enein­heit und daher stün­den sorten­reine Bestände beim Energiepflanzen­bau nicht im Vorder­grund und die Anwen­dung von Her­biziden und anderen Pflanzen­schutzmit­teln könne somit deut­lich reduziert wer­den, betont der Geschäfts­führer des Bio­gas­rat e.V..

Der ver­min­derte Ein­satz von Dünge- und Pflanzen­schutzmit­teln im Energiepflanzenan­bau wird von wis­senschaftlich­er Seite bestätigt: So zeigt die Studie “Energiepflanzen­bau für Bio­gasan­la­gen” von Karpen­stein-Machan und Weber aus dem Jahr 2010, dass beim Silo­maisan­bau für Bio­gasan­la­gen 77% der Land­wirte deut­lich weniger Pflanzen­schutzmit­tel ein­set­zen als beim Anbau ein­er Ref­eren­zkul­tur zur Nahrungsmit­tel­pro­duk­tion. Ein ähn­lich­es Bild zeich­net die Studie beim stick­stoffhalti­gen Düngemit­telein­satz, der in der Energiepflanzen­pro­duk­tion im Mais bei 52% und im Getrei­de bei sog­ar 67 % der Betriebe reduziert wer­den kon­nte.

Quelle: top agrar online

 

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