Am Fre­itag haben wir mit dem Loh­nun­ternehmer Tobias Schafmeis­ter 41,5 ha Grün­roggen gehäck­selt, zu unser­er nagel­neuen Silo­plat­te gefahren, verdichtet und abgedeckt. Unsere erste Silage kann nun entste­hen! Die Erträge sind wegen der anhal­tenden Trock­en­heit dieses Früh­jahr lei­der nicht so berauschend.

Auf den freige­wor­de­nen Flächen (staub­trock­en…) wird heute Mais gesät.

Als Grün­roggen beze­ich­net man Roggen, der zur Zeit des Ähren­schiebens Anfang bis Mitte Mai geern­tet wird. Roggen zeich­net sich durch eine zügige Jugen­den­twick­lung aus, so daß sich bei dieser Getrei­deart ein so früher Ern­tezeit­punkt eher anbi­etet als bei anderen Getrei­deart­en. Wegen seines dann noch niedri­gen Cel­lu­losege­halts ist Grün­roggen, anders als etwa das Stroh des reifen Roggens, im Fer­menter gut abbaubar.

Mit Roggen GPS (Ganzpflanzen­si­lage; Ernte Anfang bis Mitte Juni zum Ende der Milchreife bzw. zu Beginn der Tei­greife) lassen sich zwar dop­pelt so hohe Methan-Erträge erzie­len. Den­noch ist Grün­roggen als Sub­strat für Bio­gasan­la­gen inter­es­san­ter, da bei anschließen­dem Anbau von Mais auf das Jahr gerech­net der Methan-Ertrag noch höher ist. Mais kann wegen sein­er Frostempfind­lichkeit ohne­hin erst Anfang Mai gesät wer­den, so daß sich in Kom­bi­na­tion mit dem win­ter­festen Roggen die Veg­e­ta­tion­spe­ri­ode opti­mal nutzen läßt.

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