Mittlerweile hat das Bundesumweltministerium seine Vorschläge für die EEG-Novelle veröffentlicht. Für die Landwirtschaft sind vor allem die Änderungen für den Biomasse-Bereich interessant:

  • Drastisch vereinfachtes Vergütungssystem mit vier leistungsbezogenen Anlagenkategorien (Grundvergütung zwischen 6 und 14,3 ct/ kWh) und zwei Rohstoff-Vergütungsklassen (Rohstoffvergütungsklasse I mit 6 ct/kWh und Rohstoffvergütungsklasse II mit 8 ct/kWh).
  • Gesonderte Vergütung für Bioabfallvergärungsanlagen zur Mobilisierung von Abfall- und Reststoffen
  • Gestaffelte Zusatzvergütung (1 bis 2 ct) für die Biomethaneinspeisung
  • Für Altanlagen Halbierung des Güllebonus, wenn diese bereits vor 2009 in Betrieb gingen und den Güllebonus mit dem EEG 2009 erst nachträglich bekamen.
  • Im Schnitt Absenkung des Vergütungsniveaus um 10 bis 15 %, insbesondere bei Kleinanlagen; so sinkt die Vergütung für eine typische 150 kW-Anlage von bisher rund 26 ct/kWh auf künftig 20 – 22 ct/kWh.
  • Erhöhung der Degression von 1 auf 2 % auf die rohstoffunabhängige Vergütung, d.h. die Rohstoffvergütung unterliegt künftig nicht mehr der Degression, da Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt bestimmt werden und somit kein Kostensenkungspotenzial haben.
  • Für Strom aus Biogas Begrenzung des Einsatzes von Mais und Getreidekorn auf 60 % (energetisch);
  • Streichung der Vergütung für die Altholzverbrennung.
  • Einführung einer anteiligen Vergütung (d.h. beide Rohstoffklassen können gemischt werden). Dies vereinfacht den Einsatz von ökologisch vorteilhaften Einsatzstoffen, z.B. Landschaftspflegematerial.
  • Einführung von Mindestanforderungen (z.B. 60 % Wärmenutzung).
  • Für Neuanlagen Streichung der Förderung von Strom aus flüssiger Biomasse.
  • Erweiterung der Verordnungsmöglichkeiten für weitergehende Nachhaltigkeitsanforderungen, insbesondere auch für feste und gasförmige Biomasse.

(Quelle: topagrar.com)

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