Die Bun­desregierung hat sich am Mon­tag auf den Entwurf des nov­el­lierten Erneuer­baren Energien Geset­zes (EEG) geeinigt. Hier ist der Entwurf im Voll­text als .pdf-Datei:

Der Bun­desver­band für Erneuer­bare Energien (BEE) ist der Auf­fas­sung, daß Rhetorik und Real­ität auseinan­derk­laf­fen: der Bun­destag müsse das EEG über­ar­beit­en. Nicht nur seien die geplanten Vergü­tun­gen zu niedrig, um den durch den Atom­ausstieg erforder­lichen Aus­bau der Erneuer­baren Energien voranzutreiben, son­dern vor allem wür­den die Weichen falsch gestellt:

Beispiel­sweise ignori­ert der vor­liegende Geset­zen­twurf die Erken­nt­nis, dass immer größer wer­dende Anteile von regen­er­a­tiv erzeugtem Strom nicht ein­fach in den beste­hen­den Strom­markt inte­gri­ert wer­den kön­nen. Daran ändert auch eine Mark­t­prämie nichts, wie sie die Koali­tion ein­führen will. Sie führt zu Mehrkosten in Mil­lio­nen­höhe, fördert aber weit­er­hin keine bedarf­s­gerechte Ein­speisung von regen­er­a­tivem Strom ins Netz und set­zt kein­er­lei Anreize für Investi­tio­nen in Spe­ich­er” (Quelle: BEE)

In der Branche kur­sierende vor­läu­fige Mod­ell­rech­nun­gen gehen davon aus, daß Anla­gen der 500–2.000 kW-Klasse, die nach dem 1.1.2012 ans Netz gehen, gegenüber vorher schon Strom ein­speisenden Anla­gen etwa zwei Drit­tel weniger Gewinn machen wür­den, was vor allem auf den neuen Anla­gen­be­griff zurück­zuführen sei (keine Satel­liten-BHKW mehr als neue Anlage). Soll­ten sich diese Zahlen als richtig erweisen, wür­den Investi­tio­nen in Bio­gas ihre rel­a­tive Vorzüglichkeit voll­ständig ein­büßen.

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