Wir befinden uns nun auf der Zielgeraden der „Inbetriebnahme“: heute werden 1.800 Kubikmeter Impfschlamm aus einer benachbarten Biogasanlage in unseren Fermenter eingebracht, um die mikrobiologischen Weichen für die Füllung gleich richtig zu stellen. Damit beginnt der „Probebetrieb“. Mit einer „Ration“ bestehend aus Silage von Grünroggen, Roggen- und Triticale-GPS und Mais sowie Gülle, Hühnertrockenkot und Rindermist, die wir in ihrer Zusammensetzung möglichst über einen längeren Zeitraum konstant halten wollen, wird bis Mitte nächster Woche der Fermenter aufgefüllt, so daß die Gaserzeugung in Gang kommt. Energieerzeuger-Sprech: „Das Kraftwerk wird hochgefahren“. Die erste Stromeinspeisung erfolgt, wenn nichts schiefgeht, übernächste Woche!

Heute wird auch die Heizung geliefert, die mit einem Teil der Restwärme des an der Anlage stehenden BHKWs die Temperatur des Gärsubstrats in allen Behältern auf einem aus biologischer Sicht optimalen Wert halten soll. Dies geschieht nicht etwa über eine Heizung der Behälter: die Heizung befindet sich im Technik-Container, in dem über Rohre der Inhalt aller Behälter in alle möglichen Richtungen gespült werden kann.

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