Die Ergeb­nisse der Studie “Was Strom wirk­lich kostet”, die 2012  von Green­peace und dem BWE (Bun­desver­band WindEn­ergie) erstellt wor­den war, sind in der Presse aus­führlich disku­tiert wor­den, aber da die soge­nan­nten Alt­maier-Rösler-Vorschläge zur Nov­el­lierung des EEG sich so anhören, als wäre dieses The­ma an ihnen vor­beige­gan­gen, fassen wir hier noch ein­mal die wichtig­sten Aus­sagen zusam­men:

  • Kon­ven­tionelle Energi­eträger Atom­en­ergie, Steinkohle und Braunkohle prof­i­tieren seit Jahrzehn­ten in erhe­blichem Umfang von staatlichen Förderun­gen in Form von Finanzhil­fen, Steuervergün­s­ti­gun­gen und weit­eren begün­sti­gen­den Rah­menbe­din­gun­gen.
  • Im Unter­schied zu den Erneuer­baren ist ein Großteil dieser Kosten nicht trans­par­ent und wird nicht über dem Strompreis bezahlt, son­dern durch Steuer­mit­tel “aus dem großen Topf” gedeckt. Hinzu kom­men die erhe­blichen Risiken und möglichen bzw. sicheren Fol­gekosten der fos­silen und atom­aren Energi­eträger durch Umwelt- und Kli­maschä­den (so genan­nte externe Kosten).
  • Würde man diese Kosten wie beim EEG als eine „Kon­ven­tionelle Energien-Umlage“ auf den Strompreis umle­gen, wäre diese heute mit geschätzt 10,2 Ct/kWh fast dreimal so hoch wie die gegen­wär­tige EEG-Umlage.
  • Im Jahr 2012 liegen die gesamt­ge­sellschaftlichen Kosten ein­er Kilo­wattstunde von Winden­ergie an Land mit 8,1 Ct/kWh und von Wasserkraft mit 7,6 Ct/kWh weit unter denen von Steinkohle­strom mit 14,8 Ct/kWh, Braunkohle­strom mit 15,6 Ct/kWh und Atom­en­ergie, die zwis­chen 16,4 und 42,2 Ct/kWh liegt.
  • Während die Stromerzeu­gung aus erneuer­baren Energien bis heute mit 54 Mil­liar­den Euro gefördert wurde, lag die Förderung von Steinkohle­strom von 1970 bis 2012 bei 177 Mil­liar­den Euro, von Braunkohle­strom bei 65 Mil­liar­den Euro und von Atom­strom bei 187 Mil­liar­den Euro.

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